Mittwoch, Dezember 12, 2018
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DAS JURISTISCHE INFORMATIONSPORTAL DER JUDIKATOREN

 D. Resümee und Nachweise


 

Die vorgelegten Erkenntnisse zeigen, dass die die Feststellung der Originalität und Echtheit eines Kunstwerkes kann im Einzelfall erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann. 

 

Die falsche Urheberschaft und daraus resultierende Unechtheit stellt einen Mangel dar. Sollte ein Kunstwerk unecht sein, so löst dies Gewährleistungsansprüche eines Käufers aus, soweit die Echtheit Bestandteil des Vertrages geworden ist oder nach dem Umständen zu erwarten war und der Käufer keine Kenntnisse von diesem Mangel hatte.

 

Im diesem Falle stehen dem Käufer Nacherfüllungs-, Minderungs- und Schadensersatzansprüche zu.

Diese können durch Beschränkungen oder im Falle vernachlässigter Sorgfaltspflichten eingeschränkt sein, soweit keine arglistige Täuschung vorliegt.

 

Durch Garantien können die Rechte des Käufers erweitert sein.

 

Die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche verjähren regelmäßig in 2 Jahren.

Neben den Gewährleistungsansprüchen besteht die Möglichkeit zur Anfechtung, die auch nach dem Verstreichen der Verjährung für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen noch Möglichkeiten gibt, gegen das Kaufgeschäft über ein unechtes Kunstwerk vorzugehen.

 

Neben dem Verkäufer selbst haften auch Sachverständige für deren Gutachten, wenn sie damit rechnen mussten, dass ihre Expertise Grundlage des Vertrages sein kann.

Petja Schrödter
Autor: Petja SchrödterWebsite: http://www.mrecht.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rechtsanwalt
Über den Autor
Rechtsanwalt Dipl. jur. Petja Schrödter ist spezialisiert im Bereich des Internet- und Medienrechts und bietet seinen Mandanten bundesweite Beratung aus seiner Kanzlei SCHRÖDTER in Köln an. Als Webdeveloper verfügt er über umfassende technische Kenntnisse, die es ihm ermöglichen, komplexe IT Sachverhalte rechtlich richtig zu erfassen.




1 Goepfert, S.15; Domberger, Magazin Kunst 45/1972, S. 2704; Brauer, Die Kunst 1972, S. 729 ff.; Bachler-Dünnebier, Bruckmanns Handbuch der Druckgraphik, S. 127ff. Up

2 106 Millionen Dollar erzielte im Mai 2010 laut wiwo.de Picassos Gemälde „Nude, Green Leaves and Bust“ nachdem kurz zuvor im Februar erst ein Rekord mit Giacomettis Skulptur „L’Homme qui marche“ erzielt wurde - Stoelzel, Thomas: Höchstpreis für Picasso Up

3 Boll, Beitrag Dr. Boll, MD des Auktionshauses Christie Up

4 Goepfert, S. 22 Up

5 Vgl. §26 UrhG Up

6 So gem. §§106ff. UrhGfür unerlaubte Verwertungen wie Vervielfältigen, Verbreiten und die  öffentl. Wiedergabe. Strafanspruch auch für die das unzulässige Anbringen einer Urheberbezeichung auf eine Kopie, um den Eindruck des Originals zu erwecken. Up

7 Zum Beispiel niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts Up

8 Wrede, S.35 Up

9 Busch: Wirklich Rembrandt? Up

10 Wrede, S. 73f. Up

11 Ruisdael Entscheidung: RG, Urt. v. 11. März 1932 - RGZ 135,339 Up

12 Goepfert, S. 37 Up

13 Schellhammer, Rn. 85 Up

14 Dies wird zum Beispiel bei Henri Matisse angenommen Up

15 OLG Kiel: Entstehungszeit macht keinen Unterschied Up

16 §434 I 2 BGB Up

17 Ostade-Teniers-Urteil: RG, Urt. V. 25.11.1926 - RGZ 115, 286 (287) Up

18 Goepfert, S.35 m.w.N. Up

19 Ruisdael Entscheidung: RG, Urt. v. 11. März 1932 - RGZ 135,339 (342); so auch OLG Frankfurt, in NJW 1993, S. 1477. Up

20 Goepfert, S.36 m.w.N. Up

21 Goepfert, S. 36 Up

22 Ackermann, JZ 2004, S. 378, 379ff. Up

23 BGH 07.06.2006 – VIII ZR 209/05BGHZ 168, 64-79 Up

24 Wrede, S. 27 Up

25 Vgl. „Enten am Teich“ mit Signatur A. Koesters - LG Bielefeld, Urteil vom 20.09.1988 – 23 O 101/88NJW 1990, 1999 Up

26 §119 II BGB Up

27 §124 Abs. 3 BGB Up

28 §123 BGB Up

29 §124 Abs. 2 BGB Up

30 §121 Abs. 1 BGB Up

31 §121 Abs. 2 BGB Up

32 BGH WM 1969, S. 36 Up


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