Montag, Mai 01, 2017
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DAS JURISTISCHE INFORMATIONSPORTAL DER JUDIKATOREN

Zu unserem Beitrag der Verwendung fremder Fotos im Internet soll hier einer Ergänzung für den Bereich der Personenfotografie vorgenommen werden.

Das Urheberrecht schützt den Urheber eines Fotos. Oft ist es aber Ziel, die abgebildeten Personen zu schützen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn einfach die Fotos von Kinder kopiert und an anderer Stelle publiziert werden.

Keine Veröffentlichung der Fotos einer Privatperson ohne Einwilligung

Neben dem Schutz der Persönlichkeit in der Öffentlichkeit wird eine Person vor allem durch das Kunsturhebergesetz geschützt. Gemäß §22 KUG dürfen Bildnisse einer Person nicht ohne die Einwilligung öffentlich zur Schau gestellt oder verbreitet werden. Es gibt nur für Prominente Personen, Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, wenn die Person nur Beiwerk auf dem Foto ist oder bei Versammlungen gem. §23 KUG Ausnahmen. 

Gemäß §33 KUG wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, wer entgegen den §§22, 23 KUG ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt. Damit auch jemand, der in Foren, Communities und auf anderen Webseiten das Foto einer anderen Person verwendet, veröffentlicht, sich für die Person ausgibt oder ähnliches. Dies ist vielen oft bei der Erstellung von Fake Profilen gar nicht bewusst.

Diese Tat wird nur auf Antrag verfolgt (§33 Abs. 2 KUG). Für Minderjährige können die Eltern, also auch die Mutter und der Vater bzw. die Erziehungsberechtigten diesen Strafantrag stellen.

Dies kann bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft durch eine Anzeige geschehen oder durch einen Anwalt, der unter Umständen auch Forderungen auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz geltend machen kann.

 

 

Petja Schrödter
Autor: Petja SchrödterWebsite: http://www.mrecht.deE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rechtsanwalt
Über den Autor
Rechtsanwalt Dipl. jur. Petja Schrödter ist spezialisiert im Bereich des Internet- und Medienrechts und bietet seinen Mandanten bundesweite Beratung aus seiner Kanzlei SCHRÖDTER in Köln an. Als Webdeveloper verfügt er über umfassende technische Kenntnisse, die es ihm ermöglichen, komplexe IT Sachverhalte rechtlich richtig zu erfassen.


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